Die Festgelegte Lage beinhaltet einen technischen und einen rechtlichen Aspekt eines Grenzpunkts. Der Begriff wurde mit den Vorschriften der Katastervermessung im September 2003 eingeführt und mit der ALKIS-Umstellung im Jahr 2014 durch "festgestellter Grenzpunkt" (FGP) ersetzt.

Damit ein Grenzpunkt diese Eigenschaft erhalten kann, ist zunächst eine Untersuchung der umliegenden Grenzen zum Zweck der Grenzwiederherstellung erforderlich, wobei u.a. bestimmte technische Kriterien, z.B. der Nachweis der Einhaltung bestimmter zulässige Toleranzen, an die Vermessung gestellt werden. Weiterhin erhalten alle Beteiligten im Grenztermin die Möglichkeit, sich zu dem wiederhergestellten Grenzpunkt zu äußern. [SächsVermKatGDVO §15]
Damit ist ein Grenzpunkt gemäß §12 Abs. 2 SächsVermKatGDVO wiederhergestellt, was u.a. die Verringerung von Kosten bei nachfolgenden Vermessungen bedeutet, bei denen ein solcher Punkt wiederherzustellen ist.

Aus dem Lexikon

An dieser Stelle möchten wir Ihnen gern einige Fachbegriffe vorstellen, die Ihnen eventuell noch nicht bekannt sind, Ihnen jedoch bei Ihrem Vorhaben sicher begegnen werden:

Bebauungsplan

Der Bebauungsplan enthält rechtsverbindliche Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung, beispielsweise die überbaubare Grundfläche (Grundflächenzahl), die Anzahl der zulässigen Geschosse, die Geschossflächenzahl oder die zulässige Höhe von Gebäuden.

Grenzfeststellung

Ist die Festlegung neuer Grenzen nach den Angaben des Eigentümers. Hierbei sind ggf. die vertraglich vereinbarten Festlegungen zwischen den Beteiligten zu beachten.

Vor der Novellierung der Katastervermessungsvorschriften im September 2003 war dieser Begriff anders belegt:

Grundstück

Ein Grundstück ist ein Teil der Erdoberfläche, der aus einem oder mehreren Flurstücken besteht und einem Eigentümer zugeordnet ist. Die Lage der Flurstücke wird im Liegenschaftskataster, die Rechte sowie Belastungen werden im Grundbuch nachgewiesen.

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