Die Flurkarte ist der einzige bildliche Nachweis aller Flurstücke eines bestimmten Gebietes und ist ein wesentlicher Bestandteil des Liegenschaftskatasters.

Neben den Flurstücken sind auch deren Bebauung und tatsächliche Nutzung sowie ausgewählte topografische Elemente dargestellt. Die Flurkarte wurde analog als Zeichnung geführt. Die damit verbundenen Nachteile wurden durch Umstellung auf die digitale Führung der ALK ausgeschaltet. Historisch bedingt liegen Flurkarten in einer Vielzahl verschiedener Maßstäbe vor. Die häufigsten sind 1:2730, 1:2000, 1:1820 und 1:1000. Die überwiegende Anzahl der Flurkarten sind sogenannte Inselkarten, d.h. die Darstellung auf der Karte endet an einer Gemarkungs- oder Flurgrenze.

Seit der Digitalisierung des Datenbestandes wird die Karte mit dem Verfahren Automatisierte Liegenschaftskarte abgegeben, mit Einführung von ALKIS ist die Liegenschaftskarte einer der möglichen Auszüge aus dem Liegenschaftskataster.

Aus dem Lexikon

An dieser Stelle möchten wir Ihnen gern einige Fachbegriffe vorstellen, die Ihnen eventuell noch nicht bekannt sind, Ihnen jedoch bei Ihrem Vorhaben sicher begegnen werden:

Gebäudeaufnahme

Aufmessung eines bestehenden Gebäudes für die Übernahme in das Liegenschaftskataster.

Lageplan zum Baugesuch

Auch: Lageplan zum Bauantrag oder Amtlicher Lageplan. Dieser Lageplan enthält neben der Topographie weitere Angaben, die zur Beurteilung eines Bauvorhabens nötig sein können. Dies sind insbesondere die Flurstücksgrenzen und das geplante Bauwerk mit den Abstandsflächen der geplanten und der vorhandenen Bebauung, soweit diese von Bedeutung sind.

Festgelegte Lage (FL)

Die Festgelegte Lage beinhaltet einen technischen und einen rechtlichen Aspekt eines Grenzpunkts. Der Begriff wurde mit den Vorschriften der Katastervermessung im September 2003 eingeführt und mit der ALKIS-Umstellung im Jahr 2014 durch "festgestellter Grenzpunkt" (FGP) ersetzt.

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